Ruth Reiche
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Die Begriffe narrativ, erzählerisch, erzählend u.s.w. werden häufig verwendet, dabei ebenso häufig ohne zu hinterfragen, was sie eigentlich aussagen. Um einem naiven Erzählbegriff in den Kunstwissenschaften entgegenzuwirken, habe ich mich in den letzten Monaten intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, was der Terminus narrativ bedeutet und wie er sich vom Nicht-Narrativen abgrenzen lässt, um verschiedene Strategien des
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Was macht ein Stadtkind in einem Heuschober? Eine neue Welt entdecken, herumklettern… und natürlich gleich die Kamera zücken.
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Walking down the Regent’s Canal… Eigentlich war ich auf der Suche nach Galerien, hatte gehört, es gäbe ein paar interessante im Londoner East End, in Hackney und Hoxton. Galerien habe ich keine gefunden, dafür aber Inspiration. Einerseits angewidert vom lose treibenden Müll, anderseits nachdenklich gestimmt, ob der unausweichlichen Gentrifizierung des Hackney’schen Kanalabschnitts, zog es mich unweigerlich
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Animal Farm, ein beeindruckender Roman von Orson Welles, wird zu einem Spiel, einem, meinem ersten Brettspiel. Wer hätte je gedacht, dass ich einmal auf die Idee kommen würde ein Spiel zu konzipieren? Ich nicht. Die Initialzündung lieferte ein sommerlicher Spieleabend mit Freunden, an dem wir uns mit einem unglaublich langweiligen Spiel abmühten, das 2006 sogar
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Nun hier, mit einiger Verzögerung, auch die anderen Fische der Serie. Von oben nach unten sind ein Schwarzer Drachenfisch (Malacosteus niger), ein Fangzahn (Anoplogaster cornuta), ein Fußballfisch (Himantolophus compressus) und ein Schwarzangler (Melanocetus pelecanoides) zu sehen. Der unterste Fisch spielt nur eine Nebenrolle, hat keinen Namen.
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Nicht erst seit Frank Schätzings Der Schwarm fasziniert die Tiefsee den Menschen immer wieder. Tiefseefische sehen so anders aus als ihre Artgenossen, die nahe der Meeresoberfläche leben. Grund genug, ihnen eine kleine Serie zu widmen. Einer der Fische, ein Himantolophus albinares, auch „Fußballfisch“ genannt, ist hier nun zu sehen: Mit Buntstift auf schwarzem Papier gezeichnet,
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Am eigenen Leib musste ich heute erfahren, dass das Gerücht, Hummeln könnten gar nicht stechen, sondern nur beißen, nicht stimmt. Dies sei allen gesagt, die diesem Irrglauben immer noch anhängen! Hummeln können stechen und das tut verdammt weh! Der Tathergang: Eine Hummel war unbemerkt in mein Hosenbein gekrochen. Sie stach mich, was mich vor lauter
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Wer The illustrated guide to a Ph.D. von Matt Might noch nicht kennt, der sollte dies unbedingt nachholen. Jeder, der an einer Doktorarbeit schreibt, wird sich darin wiedererkennen, darüber schmunzeln und möglicherweise gleich ein wenig motivierter weiterarbeiten. Der lange Weg, der bis hin zur Grenze des bisherigen Wissens führt, um diese Grenze schließlich auch nur
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Als ich im Urlaub Skizzen von Treibholz (s.u.) angefertigt habe, um nicht aus der Übung zu kommen, kam mir die Idee, dass es witzig aussähe, wenn ein kleines Mädchen auf einem der vertrockneten Äste säße und dieser in der Vorstellung des Betrachters folglich entweder zu einem massiven Baumstamm anwüchse oder aber das Mädchen als enorm
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Er schüttelte den Kopf. Sie hatten nicht gewusst, wer er überhaupt war. Aber sie hatten ihn geweckt. Sie hatten ihn… befreit. Er grinste in sich hinein, als er daran denken musste, wie er reagiert hatte. Er hatte versucht sich zu erinnern. An sein früheres Leben. An… einen Namen. Aber er war ihm nicht eingefallen. Dieser
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Seit 28. Februar 2012 sind in der Göttinger Zentralmensa Bilder von KunsthistorikerInnen zu sehen, u.a. auch von mir. Die Ausstellung, die von Simone Arndt und Kristine Siebert initiiert wurde, beschäftigt sich mit dem Phänomen des malenden Kunsthistorikers, des so genannten Pictor Doctus: Früher wie heute beinhaltet das Studium der Bildenden Künste völlig selbstverständlich auch Kenntnisse